Circular Innovation
Challenge
Projekt einreichen

Der Preis für Kreislaufwirtschaft · Region Bern

Circular Innovation Challenge

Aus Abfall wird Wert: Der Preis für kreislauffähige Projekte aus der Grossregion Bern – dotiert mit CHF 30’000, ausgeschrieben von der BFH Wirtschaft und dem Förderfonds der BEKB.

Die Transformation

Beim Upcycling werden Abfall- oder Altprodukte in neuwertige Produkte umgewandelt.

Der Preis «Circular Innovation Challenge» soll die Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft in der regionalen Wirtschaft – speziell den KMUs – stimulieren und einen aktiven Beitrag zum nachhaltigen Umbau der Unternehmen leisten.

Gleichzeitig soll die Grossregion Bern als wichtiger Standort für die Kreislaufwirtschaft positioniert werden. Zudem soll ein erster Beitrag zur Verständigung der Aktivitäten und zur Bündelung der Kräfte geleistet werden.

Dies ist vordringlich, wenn wir das Ziel von Netto-Null CO₂-Ausstoss wirklich erreichen wollen.

0CHF Preisgeld total
0Preise pro Jahr
0Lanciert am Anwenderforum
1×Jährliche Ausschreibung

Dotierung

Drei Preise.
Bar ausgezahlt.

Die «Circular Innovation Challenge» ist mit insgesamt 30’000 Schweizer Franken dotiert. Der Preis ist in drei Preise aufgeteilt.

CHF0.—

1. Preis

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2. Preis

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3. Preis

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→ Das Geld wird bar ausgezahlt. Hier gibt’s einen Preis dafür!

Kriterien

Was zählt

Teilnahme

  • Interessierte Unternehmen können maximal 1 Projekt einreichen. Weitere nach Ansicht der Unternehmen in Frage kommende Projekte können der Jury auf einer Empfehlungsliste vorgelegt werden.
  • Teilnahmeberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU); als KMU werden marktwirtschaftliche Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten betrachtet.
  • Eigenbewerbungen von Firmenhomepage-Aufschaltungen sind nicht erlaubt.

Bewertung

Für die Bewertung der eingereichten Projekte werden die folgenden Kriterien berücksichtigt:

  1. 01

    Bezug zur Circular Innovation

    Die Projekte müssen im Kern eine innovative Lösung anbieten, die den Ressourcenverbrauch reduziert, die Nutzungsdauer von Produkten verlängert oder Produkte, Komponenten und Materialien in möglichst hochwertigen Kreisläufen hält. Dazu zählen beispielsweise kreislauffähiges Design, Teilen, Reparatur, Wiederverwendung, Wiederaufbereitung, Upcycling und Recycling. Die Lösungen können Produkte, Prozesse, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle umfassen.

  2. 02

    Markt- und Innovationspotenzial

    Das Projekt sollte in seiner Art möglichst neuartig sein und ein gewisses Marktpotenzial aufweisen.

  3. 03

    Regionaler Bezug

    Wenn möglich, müssen mehr als ein Unternehmen an der Umsetzung beteiligt sein, und das Projekt sollte ein Push-Potenzial für die Kreislaufwirtschaft in der Grossregion Bern haben (z. B. Unternehmensstandort, relevanter Absatzmarkt, wichtige Kooperationspartner, …).

Der Preis wurde am 28. März 2023 am Anwenderforum im Rahmen der «Bern Upcycling Challenge» lanciert. Seither wird er jährlich öffentlich ausgeschrieben, jeweils im Vorjahr der Preisvergabe. Für die Preisvergabe 2027 wurde der thematische Fokus von Upcycling auf Circular Innovation erweitert. Damit berücksichtigt der Preis neu innovative Lösungen aus dem gesamten Spektrum der Kreislaufwirtschaft.

Preisreglement (PDF) ↗

Das Konzept

Circular
Innovation

Circular Innovation umfasst innovative Produkte, Prozesse, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Ziel ist es, den Wert von Produkten und Materialien möglichst lange zu erhalten, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und Abfälle zu vermeiden. Dabei stehen drei sich ergänzende Dimensionen im Mittelpunkt:

01Slowing

Verlangsamung der Ressourcenflüsse

Produkte und Komponenten bleiben länger im Einsatz. Langlebiges Design, Wartung, Reparatur, Wiederverwendung und Wiederaufbereitung verlängern ihre Nutzungsdauer und verringern den Bedarf an Ersatzprodukten. Beispiele sind reparierbare Geräte, modulare Möbel oder die industrielle Wiederaufbereitung gebrauchter Bauteile.

Beispiel aus der Praxis

Mammut – Reparatur und Pflege

Mit seinem Repair & Care-Angebot unterstützt Mammut die längere Nutzung von Outdoorbekleidung und Ausrüstung. Reparierbarkeit wird bereits im Produktdesign berücksichtigt; zusätzliche Servicepartner erweitern das Reparaturangebot. So können beispielsweise beschädigte Reissverschlüsse ersetzt oder gerissene Nähte repariert werden. Das verlängert die Nutzungsdauer bestehender Produkte und kann Ersatzkäufe vermeiden.

Quelle: Mammut: «Besser als neu: Mammut baut Reparaturservice weiter aus»

02Narrowing

Effizienter Ressourceneinsatz

Für ein Produkt oder eine erbrachte Leistung werden weniger Materialien und Energie benötigt. Dies gelingt beispielsweise durch materialsparendes Design, die Vermeidung von Produktionsausschuss oder effizientere Herstellungsverfahren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich derselbe Nutzen mit weniger Ressourcen erzielen lässt.

Beispiel aus der Praxis

Galaxus – Verpackungsreduktion

Digitec Galaxus führte 2022 besser auf sein Sortiment abgestimmte Kartongrössen ein. Dadurch verschickte das Unternehmen nach eigenen Angaben durchschnittlich 28 Prozent weniger Luft pro Bestellung und benötigte weniger Kunststoff-Luftpolster. Das Beispiel zeigt, wie optimiertes Verpackungsdesign den Materialbedarf reduziert und den verfügbaren Transportraum effizienter nutzt.

Quelle: Galaxus: «Unsere neuen Päckli killen Luftschlangen»

03Closing

Schliessung von Materialkreisläufen

Materialien werden nach ihrer Nutzung zurückgewonnen und erneut als Rohstoffe eingesetzt. Dazu gehören Recycling sowie die Nutzung von Reststoffen und Nebenprodukten als Ausgangsmaterial für neue Produkte. Kreislauffähiges Design, trennbare Materialien und Rücknahmesysteme unterstützen diese Rückführung.

Beispiel aus der Praxis

Eberhard – Baustoffkreisläufe schliessen

Eberhard gewinnt aus dem Rückbau von Gebäuden Rohstoffe für neue Baustoffe. Im Aufbereitungszentrum EbiMIK wird Mischabbruch sortiert und zu hochwertigen Sekundärrohstoffen aufbereitet. Diese fliessen beispielsweise in die Herstellung von neuem Beton ein. So werden mineralische Materialien in den Baustoffkreislauf zurückgeführt, natürliche Ressourcen wie Kies und Sand geschont und Deponiemengen reduziert.

Quelle: Eberhard: «Kompromisslose Zirkularität»

Diese drei Dimensionen können miteinander kombiniert werden. Slowing und Closing erhalten Produkte und Materialien im Wirtschaftssystem; Narrowing ergänzt sie durch einen effizienteren Ressourceneinsatz.

Quelle: Bocken, N. M., De Pauw, I., Bakker, C., & Van Der Grinten, B. (2016). Product design and business model strategies for a circular economy. Journal of Industrial and Production Engineering, 33(5), 308–320.

Die Jury

Zehn Stimmen
aus Wirtschaft & Wissenschaft

  • Hansmartin AmreinLeiter Wirtschaftsamt, Stadt Bern
  • Michelle StuderImpact Hub Bern
  • Oliver BrunschwilerEBP, Freitag, NIKIN u. a.
  • Saskia GüntherHead of Corporate Responsibility, Swisscom
  • Martina MarchesiLeiterin Nachhaltigkeit im Unternehmen, Die Mobiliar
  • Frédéric PichelinLeiter Ressort Forschung und Dienstleistung, BFH
  • Virve RestaFachexpertin Innovationsförderung, Amt für Wirtschaft des Kantons Bern
  • Tobias StuckiCo-Institutsleiter Institut Sustainable Business, BFH
  • Markus VögeliGeschäftsleitung, Vögeli AG
  • Karl-Martin WyssLeiter Förderfonds, BEKB

Timing

Der Ablauf
der Challenge

Vom Aufruf bis zur Preisvergabe: so lief der letzte publizierte Zyklus gemäss Preisreglement.

Juli 2024

Ausschreibung des Preises

30. November 2024

Deadline für die Einreichung der Projekte

November 2024

Erste Bewertung der eingegangenen Projekte

Dezember 2024

Shortlist mit 5–10 Projekteingaben

Januar 2025

Pitch der vorausgewählten Projekte und finale Bewertung

April 2025

Vergabe des Preises an einem öffentlichen Event oder bei einem Unternehmen vor Ort